Das Festa Junina ist da

Mitte Juni – zum Beginn der brasilianischen Winterzeit – startet das Festa Junina. Das Juni Festival nimmt aber nicht nur den Rest des Junis in Anspruch, gefeiert wird bis zum Ende des Julis und regional auch noch darüber hinaus. Es ist besonders dreien der katholischen Heiligen gewidmet: Santo Antônio (Heiliger Antonius von Padua) am 13ten, São João (Heiliger Johannes) am 24ten und São Pedro (Heiliger Paul) am 29ten Juni.

Traditionen

Entstanden ist das Festa Junina zur Zeit der portugiesischen Kolonialzeit im Nordwesten Brasiliens und markierte das Ende der Regenzeit.

Es bot einen Anlass, den Regen zu ehren (in den doch recht dürren Regionen Brasiliens) und die kommende Erntesaison zu feiern. So beginnt im Juni auch die Ernte für Mais, eines der Hauptbestandteile vieler Köstlichkeiten, die im Juni gereicht werden. Aus diesem Grund mögen viele Feiernde sich als Farmer verkleiden. Die Männer tragen Hosenträger und Strohhüte und die Damen ziehen sich Kleider an, malen sich Zahnlücken auf und frisieren sich mit Pferdeschwänzen.

Mit diesem katholischen Fest wird ebenfalls die eheliche Vereinigung gefeiert. So kommt es vor, dass auf diesen Feierlichkeiten eine gespielte Hochzeit zelebriert wird, mit Menschen die sich als Braut und Bräutigam und auch als Priester verkleiden. Diese inszenierte Hochzeit wird natürlich meist tänzerisch veranstaltet.

Festa Junina in Hamburg

Die Festlichkeiten der Festa Junina werden traditionell in einem Arraial (einem großen Zelt) abgehalten. Und so wird es diesen Monat auch in Hamburg geschehen. Die hamburger Forró-Band Forroxodó lädt zu diesem Anlass ins Bajazzozelt im Schanzenpark. Die ganze Nacht werden die schönsten Forró-Rhythmen gespielt. Und auch eine Quadrilha wurde versprochen.

Die Tänze

Die Quadrilha selbst ist eine Form vom Square Dance. Diese wird, während der Festlichkeiten, insbesondere in Verbindungen mit den inszenierten Hochzeiten, getanzt.

Der Forró ist ein traditionsreicher Paartanz und ist nicht nur im Nordosten Brasiliens beliebt, wo er seinen Ursprung nahm, sondern erfreut sich seit einigen Jahren auch in Deutschland an wachsender Beliebtheit.

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Geschrieben am:
02.06.2016
Kategorien:
Ereignisse, Hamburg, Brasilien
Tanzfokus:
Forró
Fotos:
http://www.forroxodo.de
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